Vermächtnis des Atoms

 

Essay Chernobyl Legacy

Fotograf Paul Fusco hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, die Folgen nach der Katastrophe von Tschernobyl zu dokumentieren.

Sein filmischer Essay „Chernobyl Legacy“ geht heute und gerade jetzt wieder an – vor allem die unter uns, die es nicht wahrhaben wollen.

 

[Ergänzung um 15:00 Uhr: Charles Quiyote Choi bringt in seinem Blog auf  scientificamerican.com die heutige Sitaution in Tschernobyl auf einen Nenner: „It was a human error, a sign of human foolishness.“ Dank an Maike Hank und derFreitag, die mich auf den Link gebracht haben]

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3 Gedanken zu “Vermächtnis des Atoms

  1. was mich derzeit „stört“
    (ganz im sinne von „störfall“ – in der mehrzahl allerdings) ist das gerede um ein ausdauerndes angebliches verschweigen und vertuschen der folgen (direkt/akut) von seiten der su zu dieser zeit. ich muß zugeben, daß ich -ostkind- davon real fast nichts mitbekam (war allerdings auch erst 12) und weit mehr infos zu den bomben auf japan sowie ersten experimenten in den usa zur verfügung standen+beeindrucken konnten, mich als kind eben. das störende nun, da tschernobyl im westen ja stärker medial aufbereitet wurde und wird , infos erhältlich sind usw , ist, daß nirgens etwas davon steht, daß die su durchaus das damals zuständige internationale gremium informiert hat, über bis dato bekannte ausmaße, darüber, wie die getätigten+geplanten sicherungsmaßnahme liefen/laufen sollten, also endlos material zum geschehen+stand in/um tschernobyl… dies (west)gremium allerdings hielt es für „angebrachter“, diese infos nicht an medien und co weiterzuleiten, schon da vorgeblich, „um keine panik auszulösen“. unangenehm, nun immerzu zu lesen, daß „verschweigen“ und „desinformation“ von su-seite betrieben worden wäre. es geht mir da nicht allzu stark um mein sicherlich dauerschwelendes unbehagen ost-west, sondern schlicht darum, daß nicht unbedingt das land, in dem ein „störfall“ geschieht, nun japan, darüber entscheidungsgewalt hat, was „offiziell“ werden darf und was nicht. sicherlich hätten die zuständigen deligierten der su sich an die „(west)medien“ richten können und dort ihre infos anbringen können, doch wozu, wenn die mitbetroffenen (auchost/ ddr usw) länder sich gegenteilig entscheiden, für einen zusätzlichen info-kampf energien nicht aufbringen zu wollen, ist irgendwo dann auch verständlich. die (internationale) info-schuldigkeit war erbracht worden.
    ich frage die details nochmal genauer an und versuchs dannmal nachzuliefern.

    lg

    1. Die Informationen bei Three-Miles-Island, Tschernobyl und nun zu Fukushima sind, um es vorsichtig auszudrücken, unzureichend (gewesen). Das setzt sich bis heute fort. Frontal21 am 15.03. http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,1001633,00.html?dr=1 hat es zeimlich auf den Punkt gebracht. Der betreffende Beitrag ist auch auf YouTube unter http://www.youtube.com/watch?v=cNM31Oouzs4 zu sehen.
      hier noch ein paar Links zu Thema „vergessen“: http://de.wikipedia.org/wiki/Liquidator http://www.ibb-d.de/zeitzeugen_von_1986.html http://blog.rhein-zeitung.de/?p=14211

      Dazu das Auslandsjounal spezial von gestern Abend http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1285936/auslandsjournal-vom-16-März-2011

      1. danke grad für den liquidator-link …

        ein anbei, eine einschränkung (auch @ merdeister) :
        was mir bei „erfahrung in wissen gewandelt“ nie in den sinn kommt,
        was mein (wahrscheinlich „angeborener defekt“ *scherz* ) dauerhafter blinder fleck bleibt, egal, was ich hier und da „weiß“, ist, daß solcherlei „wissen“ nicht unbedingt geteilt wird, heißt wahrscheinlich als eigentum angesehen wird oder ähnlich. mir erscheint das erfahren—>wissen immer als eine art „naturgewalt“, als ein „natürlicher vorgang“, der sich abseits und vor allem (ja, ich bin blöd) unabhängig von politik/ökonomie regelrecht „breit macht“, will sagen: mir kommts schlicht nicht in den sinn, daß daten, die bei vorherigen „störfällen“ gesammelt wurden, erfahrungen, die in soetwas wie wissen gewandelt auch, daß eben eine art „lernen aus…“ nicht „allen“ in „natürlicher folge“ bekannt (gegeben) wird, eben grad in bereichen, in denen relativer konsens darüber besteht, daß „man recht wenig weiß“…

        mir kommts nicht in den sinn, daß dies „abgemacht“, „geregelt“, „bevorschriftet“ uä sein muß, daß „wissen geteilt wird“. zu sehr sehe ichs wahrscheinlich als ein „außerhalb vom menschen“, ähnlich den gottheiten wohl… :oops:

        als wäre, was eingefordert würde immerzu mit möglichst gesetzeskraft eh „naturgesetz“, „nur natürlich, wissen allen verfügbar“ zu machen, grad, wenn es „globales interesse“ bzw eben grundsätzlich „menschheitsüberlebensinteresse“ oder dergleichen gäbe…

        aber das lern ich nun wiederum irgendwie nicht mehr, wie die sache mit dem eigendlich, was sich mit t schreibt, doch sein d hartnäckig in meinem kopf erhält ;-)

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