Fundstücke 18 – ohne Bin Laden

Posted on 6. Mai 2011 von

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[Fette Links führen zu englischen Texten]

Bevor es richtig los geht, muss ich eine traurige Nachricht für alle Trashsüchtigen verkünden: 9Live hört auf. Doch zum Glück gibt es das Netz, den dort sind die besten Momente, wie der Stirnlappenbasilisk gut aufgehoben.

In den Diskussionen der letzten Zeit ist mir der Begriff Verfügbarkeitsheuristik begegnet und ich freue mich schon darauf, den mal jemandem unter die Nase zu reiben. Mehr Werbung sollte jedoch dieses Projekt Michael Hohners vom Ratioblog bekommen. Dort sollen Plätze aufgelistet werden, an denen wissenschaftliche oder technische Dinge von Bedeutung passiert sind.

Nur wenn man sämtliche Großhirnfunktionen auf ein Minimum herunterfährt kann man einerseits auf eine Demo von Neonazis mitmarschieren, auf der „Todesstrafe für Kinderschänder“ gefordert wird, während man selber kinderpornographisches Material auf dem Handy hat. Halten wir ihm sein Alter zu Gute. Da bin ich ja mal gespannt, was man von den Rechten in der Provinzregierung Limburg hört. Das Urteil gegen den NPD-Funktionär Hähnel wegen der „Rückführungsbriefe“ an berliner Politiker mit Migrationshintergrund, wurde bestätigt

Letztlich gibt dieses Video auch keine Antwort auf das Großeganze, wenn es die Frage stellt: „If God were a car.“ Lustig ist es allemal. In einer Diskussion über Homosexualität wurde vor einigen Tagen dieser Link gepostet, in dem gezeigt wird, was passieren würde, wenn man die Bibel wörtlich nimmt.

„Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?“

Auch die IAAF hat die Zeichen der Zeit erkannt und widmet sich der Genderfrage. Oder einer Genderfrage. Wann ist eine Frau, Frau genug, um sich im Wettstreit mit anderen Frauen messen zu dürfen. Die Antwort lautet: It’s the hormons, stupid.
Außerdem können viele Ressourcen gespart werden, wenn wir alles das Toilettenpapier richtig herum aufhängen.

Die Ablehnung von Impfungen schadet nicht nur den nicht geimpften, die von ihm oder ihr angesteckten, sondern auch die Gesellschaft. Wieviel da zusammenkommt, und wie sich die Kosten zusammensetzen beleuchtet dieser Beitrag über einen Masernausbruch in den USA, bei „Wired“.

Einmal Lobby und zurück hieß es für Jürgen Rüttgers, den Arbeiterführer aus NRW. Jürgen Fenn beschreibt in seinem Blog, wie sich Soziale Netzwerke nach außen immer weiter abriegeln. Auch politisches Engagement ist dort scheinbar nicht erwünscht. Und da wir gerade so ethisch sind, sei erwähnt, dass John Ashcroft neuer (oder erster) Ethikchef bei Blackwater wird.

Nachdem sich die Empörung der Öffentlichkeit über Cross-Boarder-Leasing wieder etwas gelegt hat, sucht Bertelsmann nach einem weiteren Weg öffentliche Kassen zu plündern. Das geht aber auch ganz hervorragend in einem Land ohne viel Verwaltung, wie dem Irak.

Totgesagte leben länger, heißt es ja. Einen Versuch das ganz praktisch zu bewerkstelligen gab es bereits im 19. Jahrhundert, wie dieser Beitrag zu ziemlich rabiaten (und ziemlich nutzlosen) Wiederbelebungsmaßnamen zeigt. Es sollte wohl eher Widerbelebungsmaßnahme heißen.

Verwesung, das ganz am Ende, beginnt von innen, bei vielen schon zu Lebzeiten, daher sei die Behauptung gestattet: “My farts smell better than yours!”

Die letzen Fundstücke schrieb die eloquente Cassandra, so wie die nächsten auch.