Intime Momente eines Regierungschefs

Was ist tröstender in niedergeschlagener Stimmung, als mit einen Freund zu sprechen, einem wirklichen Freund. Eine freundliche Stimme hören, das Herz ausschütten können, Trost finden. Schon oft haben wir uns gefragt, wie tun das die wirklich Großen dieser Welt, die ganz Mächtigen. Denn wir wissen, Chef sein macht einsam.

Seit heute wissen wir es: „In ein paar Monaten gehe ich weg … weg von diesem Scheißland … von dem mir übel wird … Punkt und Aus.“

Das war am 13. Juli 2011. Wer es gesagt hat, ist Regierungschef Italiens mit Namen Silvio Berlusconi, Amtszeit über acht Jahre. Wen er angerufen hat: Valter Lavitola, Zeitungsdirektor und per Haftbefehl gesucht. Dessen Nebenberuf: Zusammen mit dem Unternehmer Giampaolo Tarantini u.a. Prostituiertenzuführer in das Bett des Ministerpräsidenten (der sich in der Hinsicht als Endverbraucher bezeichnet hat). Vorwurf: Die Schwäche Berlusconis ausgenutzt zu haben, um diesem im Vorbeigehen eine halbe Million Euro abzupressen.

Jemand hat mitgehört, nämlich die Ermittler, die italienische Staatsanwaltschaft. Auszüge der Protokolle wurden heute veröffentlicht.

Was ist tröstlicher.

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