Fundstücke 46 – Alles Scheiße

[Fette Links führen zu englischen Texten]

Der Selbstmord eines homosexuellen Jugendlichen aufgrund von schwulenfeindlichen Angriffen, führte in Michigan zu einem „Anti-Bullying“-Gesetz. Der Vater des Jungen ist jedoch gegen das Gesetz. Denn dieses Gesetz sieht eine Ausnahme vor, wenn die Motivation der Angriffe in religiösen oder moralischen Ansichten begründet werden.

Zwei Fundstücke von Mitgliedern der FC, sind zum einen der Roman „Die letzte Flucht“, der hier besprochen wird, der Tipp kam von goedzak, mir hat der Roman sehr gut gefallen. Außerdem hat JJK einen Link zu einem Text über DHL geschickt. Titel: Dienstleister, die auf die scheißen.

Gute Nachrichten! Stevia ist durch. Die südamerikanische Pflanze wird von vielen Menschen seit Jahren (Jahrzehnten?) als Süßungsmittel geschätzt und war in der EU bisher nicht als Nahrungsmittel zugelassen. Das Für und Wider wurde auch bereits in der FC thematisiert, wie immer sachlich, freundlich und immer streng am Thema.

Die Sendung „Hart aber Fair“ zum Thema „Was heilt Krebs“ habe ich nicht gesehen. Nach allem war ich bisher gelesen habe, war der Erkenntnisgewinn nicht sehr hoch, egal, welche Ansicht man vertritt. Das sieht auch der Autor eines Textes in der FAZ so.

„Am Ende bleibt immer die Unsicherheit, und man muss sie aushalten. Ob man auch mit alternativer Medizin allein denselben Erfolg erreicht hätte wie mit einer Chemotherapie, ob die Operation nach der Chemotherapie überhaupt noch nötig war oder ob die Misteltherapie nach dem chirurgischen Eingriff wirklich den Ausschlag gegeben hat: Krebspatienten können das auch nach einer Heilung nie endgültig wissen“

Im Spreeblick fand ich den Hinweis auf das Video einer ganz besonderen Heavy Metal Cover Band, sowie einen Text über einen Arzt Besuch, eigentlich mehrere Arztbesuche

„„Naja …“, beginnt der Arzt, der mir empfohlen wurde und den ich heute zum ersten Mal aufsuche, erneut. Seine Augen wandern über meinen Fragebogen. „Das mit dem Rauchen sollten sie vielleicht besser sein lassen.“
„Wieso?“, frage ich. „Ist das schädlich?“
Der Humortest steht bei mir zu Beginn eines jeden noch aufzubauenden Vertrauensverhältnisses, besonders, wenn es im Verlauf desselben zu einseitiger Nacktheit kommen kann. Ein wenig Humor kann da die ein oder andere emotional eher komplexe Situation durchaus auflockern.
Mein neuer Arzt zuckt nach meiner Bemerkung zwar nur mit dem linken Mundwinkel, beweist aber andere Doktorenkompetenzen, indem er in einem perfekt performten „Classic Medic Move“ die Nahsichtbrille abnimmt, seine Ellenbogen auf den Schreibtisch setzt und mich ansieht, als würde er seinen nächsten Satz mit den Worten „Spaß beseite“ beginnen wollen.
„Spaß beseite“, beginnt er seinen nächsten Satz, „versuchen Sie, damit aufzuhören.““

Einen Tipp, wenn nicht einen heißen Tipp für die kalte Jahreszeit und die mit ihr verbundenen Unannehmlichkeiten bietet Heilpflanzen Info in einem Beitrag zur Phytotherapie von Husten. Das könnte auch unsere Köche interessieren:

„Wer seine Erkältung mit Naturheilmitteln in den Griff bekommen will, sollte zu Thymian greifen. Die Heilpflanze sei geeignet, verschiedene Stadien und Beschwerden einer Erkältung zu behandeln, erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschergruppe Klostermedizin der Universität Würzburg. “Bei trockenem Husten sollte er zusammen mit einer Pflanze genommen werden, die viele sogenannte Schleimstoffe besitzt, die die angegriffenen Schleimhäute schützen.” Die Eibischwurzel beispielsweise sei dafür geeignet. Der Thymian zeige in diesem Stadium krampflösende und antivirale Wirkung.“

Wie man mit Zahlen gegen Zahnschmerzen und andere, wenn nicht jegliche Leiden, vorgehen kann, soll ein neues Buch zeigen, hier wird es besprochen.

Zur Werbung von meinem neuen Sponsor:

In der NYT gibt es neue Infos zum Trinken. Nachdem ich das letzte mal, als ich einen Beitrag Beitrag, in dem viel (!) trinken kritisch betrachtet wurde, schimpfe bekam, ist die Sicht hier wieder eine etwas andere als die aus dem BMJ

„But research over the years has suggested that drinking extra water helps the kidneys clear sodium, urea and toxins from the body. And in the past year, two large studies found a lower risk of long-term kidney problems among people who drink more water and other fluids daily.“

Über die Ausstellung „Waisen der Medizin“ berichtet unter anderem ntv. Dabei geht es um Menschen die an seltenen Erkrankungen leiden. Diese sind oft nur schlecht erforscht.

„Nach Expertenmeinungen gibt es allein in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen mit seltenen Krankheiten. Weltweit sind bisher rund 17.000 genetisch bedingte seltene Erkrankungen bekannt.Die Initiatoren wollen mit den Bildern im Wissenschaftsjahr 2011 das Thema seltene Erkrankungen in die Öffentlichkeit tragen und darüber aufklären. Für die Fotowanderausstellung haben sich die Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE e.V.), die Stiftung Car-for-Rare und das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammengeschlossen. In der Europäischen Union wird eine Krankheit als selten bezeichnet, wenn weniger als fünf von 10.000 Einwohnern betroffen sind.“ Ausgewählte Bildunterschriften.

Selten sind sehr wahrscheinlich auch Probleme mit Glutamat. Über den modernen Mythos von dessen Schädlichkeit und dessen Entstehung berichtet die Welt

„Der Medienhype um Glutamat ist alt und kam schon 1968 so richtig in Fahrt: Damals veröffentlichte Dr. Robert Ho Man Kwok im „New England Journal of Medicine“ einen Bericht über das Auftreten von hochrotem Gesicht, Nackenschweiß, Kopfschmerzen und Übelkeit nach dem Besuch eines chinesischen Restaurants.“

Und nun, kommen wir zu Kot, Exkrementen, Ausscheidungen, Scheiße. Je nachdem in oder an wessen Händen diese sich befindet, kann sie Krank oder Gesund machen.

Ein Großteil der Menschen dieses Planeten sind nicht an einen Kanalisation angeschlossen und gerade in den rasch wachsenden Städten in Schwellenländern, ist es ein Problem, die ganze Scheiße los zu werden. Die dafür „zuständigen“ Menschen arbeiten z.T. unter kaum vorstellbaren Bedingungen und ihre Arbeit stellt eine Gefahr für sie und andere dar. Und weil sich nur wenige Menschen in dieser Welt einen LKW leisten können, der ihre Sickergrube aussaugt, versucht die Gates Foundation, die Toilette neu zu erfinden und einen „Weltklotag“ einführen.

In den Händen von Fachpersonal kann Stuhl unter Umständen helfen, Menschen wieder gesund zu machen oder vor Krankheit zu bewahren. Für einige Indikationen gibt es bereits Hinweise, dass die Stuhltransplantation hilft, bei anderen wird noch geforscht.

Es gibt eine neue Suchmaschine, die ein Problem der Wissenschaft lösen helfen soll. Man kann in den üblichen Suchmaschinen gut Arbeiten finden, die einem Sagen, wie die Dinge (wahrscheinlich) sind. Es gibt aber keine Suchmaschine, die einem sagt, wie die Dinge nicht sind. Aus diesem Grund wurde eine Suchmaschine für negative Forschungsergebnisse eingerichtet. Mehr dazu hier

Gesucht, nämlich Erkenntnisse, haben auch Studenten aus Indonesien, die uns Deutsche besser verstehen wollten.

„Beim Abschluss-Workshop prallen dann auch die unterschiedlichen Sichtweisen deutscher und der indonesischer Jungforscher aufeinander. Als eine Indonesierin, die das Trinkverhalten untersuchte, ihre Erklärung für die hohe Zahl von Alkoholikern in Deutschland präsentierte, staunen die Freiburger Studenten. Das sei doch kein Wunder, wenn sich die Deutschen nicht einmal am Heiligen Abend davor scheuten, vor den Augen ihrer Kinder Alkohol zu konsumieren.“

Und am Ende noch der Hinweis auf ein Blog über das Leben von Madita, das vom 29.09.2011 bis zum 07.11.2011 dauerte. Maditalöwenherz

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