Kulli Attacke

[Beim folgendem Text handelt es sich um eine, leicht bearbeitete, Jugendsünde aus dem Jahr 1996]

Ein Kugelschreiberstrich von 5 cm Länge, wollte nicht länger auf chlorfrei gebleichtem Papier leben. Diese Ökomasche kotzte ihn an. Sein Vater war arbeitslos geworden, weil sein Boss seine Tinte im Gartenteich züchtete. Er hatte sich einen Tintenfisch dafür bestellt!

Naja, der Kullistrich wollte etwas erleben. Er wollte in das wilde Leben der Aktenordner deutscher Beamtenstuben eintauchen, und so richtig einen draufmachen. Da war zum Beispiel der Traum von Las Aktos, dem Paradies für Aktenliebhaber, Kullistriche usw…

Er hatte jedoch nicht mehr viel Zeit abzuhauen, denn da war „der Feind“. Ein grausamer, tintenrünstiger, verachtenswerter Reiswolf. Der Tag der Abrechnung rückte immer näher.

Das Blatt Papier wurde in den Einlauf geschoben. Der Kullistrich hörte das wimmern im Papierkorb. Er sah die gnadenlosen Zähne des Reisswolfes. Sollte sein Ende gekommen sein? Er zählte rückwärts ‚3 – 2 – 1‘ , da machte er einen Satz zu Seite und fiel in den Korb. Er hatte es geschafft. Jetzt als schmaler Streifen konnte er sich bewegen.

Da hörte er ein Schreien. Er sprang nach oben und sah die schönste Kullistrichin die er jemals gesehen hatte. Doch sie drohte in mehrere Teile unterteilt zu werden. Das musste er verhindern! Nur wie? Da hatte er eine Idee!

Er sprintete aus dem Haus zum Bahnhof, sprang in den ICE, fuhr zum Kernkraftwerk Unterweser, sprang aus dem Zug und sprintete direkt ins Kraftwerk. Er sprang die Arbeiter an und erwürgte alle Arbeiter im Kontrollraum. Dann sprang er auf allen Knöpfen rum, bis der Raum dunkel war. Er hatte den Strom abgestellt. Er rannte wieder aus dem Kraftwerk heraus und fuhr mit ´ner Diesellock zurück.

Wieder zurück beim Reisswolf, rettete er die schöne Kullistrichin. Als sie sich küssten hörten sie einen dumpfen Knall aus Richtung Unterweser…

Als ich diesen Tatsachenbericht zugespielt bekam, war ich empört und rief die Organisation „Alle Kullistriche in die Müllverbrennung“ ins Leben.

Solange es Kullistriche gibt, werden wir täglich von einem GAU bedroht!

Deswegen kauft nur noch Bleistifte, und spendet, damit ich nach Berlin reisen, und meine Bitte vorbringen kann.

Macht mit bei: „Alle Kullistriche in die Müllverbrennung!“

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