Perlen der Woche 17/01

Von Nafris, der Bundeswehr im „Cybervorfall“ und Porno mit bild

Jürgen Mathies, Kölner Polizeipräsident, auf einer Pressekonferenz der Polizei Nordrhein-Westfalen zum Beamtenjargon „Nafri“ (Quelle):

„Dieser Begriff ist nicht für die Öffentlichkeitsarbeit bestimmt. Ich bedaure, dass wir diesen Begriff in einem Tweet benutzt haben. Der Begriff wird seit 2013 polizeiintern als Synonym für junge Männer aus Nordafrika benutzt, die seit Jahren durch besondere Gewaltbereitschaft und/oder durch die Begehung von Straftaten auffallen.“

Jan Böhmermann, aka Jarn Böhnemann, aka @janboehm, frisch ernannter Vorsitzender der Deutschen Polizistensohngewerkschaft (DPolSG) (Twitter):

„Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Nafri und Neger?“

Boris Nannt, Oberst im Generalstabsdienst, zum Einsatz des deutschen Heeres bei einem „Cybervorfall“ (Bundespressekonferenz vom 4.1., via jungundnaiv.de):

„Um das für die Bundeswehr zu konkretisieren: Auch der Einsatz der Bundeswehr im Cyber-Raum unterliegt natürlich denselben rechtlichen Voraussetzungen wie jeder andere Einsatz von deutschen Streitkräften. Das ist der Status quo.“

Dr. Tobias Plate, Pressesprecher des Bundesinnenministeriums auf der selben Bundespressekonferenz:

„Zu der Frage, welche konkreten Maßnahmen nach einem Cybervorfall möglich sind: Mir persönlich als Mensch fehlt die technische Kompetenz, um alle diese Maßnahmen aufzuzählen.“

Kai Diekmann, Julian Reichelt, Daniel Böcking, laut Impressum verantwortlich für bild-digital, zur Sonntagsfrage am 8.1.2017 (via @BILDblog):

„Busen-Raten! Sind Sie ein echter Dschungelcamp-Fan und können Sie einige unvergessene Dschungel-Brüste ihren Trägerinnen zuordnen? Versuchen Sie’s doch mal. Hier mitspielen!“

Eine Sprecherin der bild zu den Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen Kai Diekmann und zu dessen Ausscheiden bei Springer (via zeit.de):

„Das hat allenfalls den Zeitpunkt beschleunigt.“

Kai Diekmann zu seinem Ausscheiden bei Springer (Twitter):

„Unglaublich, was man in 30 Jahren @axelspringer und @BILD an Büromüll aufhäuft ….“

Sahra Wagenknecht, Spitzenkandidatin der Linken zur Bundestagswahl 2017, auf die Frage, ob sie „populistisches Talent“ habe (Quelle: Stern-Interview mit dem selbstgewählten Titel „Merkels Politik hat die AfD groß gemacht“):

„Ich versuche mich so auszudrücken, dass die Leute mich verstehen.“

Das ist bei Marcus Horst Hubertus Pretzell, Abgeordneter des Europäischen Parlaments für die „Alternative für Deutschland“, angekommen (Twitter):

„Eine kluge Frau. Und ich meine nicht Merkel.“

Beatrix Amelie Ehrengard Eilika von Storch, geborene Herzogin von Oldenburg und Abgeordnete im Europäischen Parlament für die „Alternative für Deutschland, zu ihrem Wahlverhalten, sollte der belgische Liberale Guy Maurice Marie Louise Verhofstadt  für die Nachfolge von Martin Schulz als Präsident des EP kandidieren (Twitter):

„Eher fällt mir die Hand ab, als dass ich meine Stimme an @GuyVerhofstadt verschwende.“

Führende deutsche Prothesenhersteller haben sich zur Stunde zu der Eventualität nicht geäußert.
[Beitragsbild:  „Variety of pearls in an oister clam“; Autor: Hannes Grobe/AWI; Lizenz: Creative Commons Attribution 3.0 Unported; Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pearl-variety_hg.jpg ]