Reski/der Freitag/Augstein – ein Update

Wie sich Jakob Augstein und der Freitag den Epilog vorstellen. Und warum es daran Zweifel gibt.

Für Jakob Augstein soll es mit seiner heute bei der Freitag veröffentlichten Stellungnahme „in eigener Sache“ ausgestanden sein. Diskutiert wird nicht, die Kommentarfunktion zum Beitrag ist gesperrt. Und die Journalistin Petra Reski wird auf ihren Verfahrenskosten sitzen bleiben. Augstein meint dazu: „Wir folgen dem Prinzip Zuverlässigkeit für Zuverlässigkeit“. Worauf soll sich aber wer verlassen, wenn der Verleger die Regeln bricht?

Die Redaktion ist inzwischen auf Unterhaltung umgeschwenkt. Kulturchef Michael Angele würzt die Sache raunend:

Chefredakteur Christian „ciffi“ Füller macht auf Mode und Gag, er will die Schenkelklopfer auf seiner Seite:

Boulevard, irgendwie link.

So ganz nimmt man es diesen Herren nicht ab:

Antwort:

Genug soweit gesagt.


Update 2, am 11.4.2017: Nach der FAZ („Jakob Augsteins „Freitag“ – Ist die Mafia jetzt der Gewinner?“) hat auch der Berufsverband der freien Journalistinnen und Journalisten Freischreiber nachgelegt.

Die Wochenzeitung der Freitag wurde für die Negativauszeichnung  „Höllepreis 2017“ nominiert. Er geht an Redaktionen, Personen, Verlage oder andere Unternehmungen, die sich im vergangenen Jahr „zum Schaden des Berufsstandes der freien Journalistinnen und Journalisten oder einzelner freier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter exponiert haben“.

Aus dem Text zur Nominierung:

Liebe freie Journalistinnen und Journalisten, wenn Sie vorhaben, in der nächsten Zeit einen Text für das Meinungsmagazin „der Freitag“ zu verfassen, so lesen Sie sich vorher bitte diese Anleitung durch. Erstens: Fassen Sie kein heißes Eisen an. Zweitens: Nennen Sie keine Namen. Drittens: Legen Sie ein Mehrfaches des Honorars als Rücklage für mögliche Rechtsstreitigkeiten mit Protagonisten zur Seite – „der Freitag“ verfügt entweder nicht über entsprechende Mittel oder möchte sie nicht zur Verfügung stellen. Viertens: Rechnen Sie nicht damit, dass die Redaktion den Text vorab auf rechtliche Unsicherheiten hin klärt. Fünftens: Seien Sie nicht traurig, wenn Ihre Ansprechpartner in der Redaktion im Falle von Ärger auf Tauchstation gehen.

Wenn Sie diese Punkte beachten, wird die Redaktion Ihren Text dankend drucken. Wenn Sie diese Punkte beachten, stellt sich allerdings die Frage, ob Sie das dann noch möchten.

Wer weiß, vielleicht fällt irgendeinem findigen Verleger dann noch ein, eine Redaktion in Regress zu nehmen: Wenn sie nicht sorgfältiger redigiert oder es unterläßt, eine Rechtsmeinung einzuholen.

Beitragsbild: der Freitag, Titelblatt Ausgabe 11/16, screenshot

 

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7 Gedanken zu “Reski/der Freitag/Augstein – ein Update

  1. Der die das: Freitag? Die lustigste Enteignung der Printwelt ever! „Diskutiert wird nicht, die Kommentarfunktion zum Beitrag ist gesperrt.“ Nur [editiert] Herren der Unterwelt diskutieren noch mit Michi Angele Weiteres, da wo aber Martin Krauß, ein wirklich echter Journalist, dem der die das Freitag die Schnauze erteilt hat und nicht mehr dort schreibt. So geht Qualitätsjournalismus!

    1. Lieber Herr Kühn,
      Ihren Kommentar habe ich editiert: Er stellte in Bezug auf eine dritte Person eine nachweislich falsche Behauptung auf.
      Viele Grüße, e2m

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