Globulisierung in Berlin

Es ist vollbracht! Wir haben eine neue designierte Gesundheitministerin und ihr Name laute Annette Widmann-Mauz. Herzlichen Glückwunsch!

Lesende dieses Blogs sind dem Namen Widmann-Mauz bereits begegnet, verfasste sie doch eines der Grußworte des Welthomöopathiekongresses 2017 in Leipzig (LMHI). Und nun ist sie bald Bundesgesundheitsministerin. Wenn das kein Beleg für die Wirksamkeit der Homöopathie ist.

In einem Schreiben, welches den Ausrufern vorliegt, begründet Frau Widmann-Mauz die Übernahme der Schirmherschaft mit der „Versorgungsrealität“, die in der Homöopatie genutzt und angeboten werde sowie der Neutralität des Ministeriums gegenüber „bestimmten Therapeutischen Richtungen“.

Sie findet es auch wichtig, „einen transparenten Umgang mit homöopathischen Behandlungsangeboten zu fördern, bei dem Sicherheit, Qualität und Patienteninformation gewährleistet werden“. Sie hatte vor dem LMHI die Hoffnung, dieser ermögliche „einen Diskurs über (…) die Grenzen dieses Fachbereichs.“ Den haben die Homöopaten auch geführt und festgestellt, dass die Grenzen auf jeden Fall jenseits der Behandlung von Autismus, Krebs, AIDS, Akutem Abdomen u. v. m. liegen.

Die „Patientensicherheit“ sei „im besonderen Fokus des deutschen Gesunheitswesens und des BMG“ schreibt sie weiter. Das ist schön zu hören, und nachdem sie mit ihrem Grußwort beim LMHI auf die Nase gefallen ist, was das Anliegen der Patientensicherheit betrifft, kann es jetzt eigentlich nur noch besser werden. Als erstes sollte vielleicht ein ernsthafter Dialog mit dem Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) begonnen werden. Denn Menschen wie Jens Wurster, die mit Wasser und Zucker Krebs behandeln, können der Patientensicherheit nicht dienlich sein, werden jedoch vom DZVhÄ hofiert.

Frohes Schaffen, Frau Widmann-Mauz, wir erwarten große Dinge von Ihnen!

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