Felice „Cino“ Tortorella (*27.06.1927 †23.3.2017)

Dem Kinderpublikum (und damit auch mir) als Mago Zurlì bekannt, führte auf Initiative von Tortorella und unter seiner Leitung das italienische Fernsehen RAI Ende der 1950er einen jährlichen Gesangswettbewerb ein: Zecchino d’Oro – die goldene Zechine. Auch wenn die Teilnehmer ausschließlich Kinder waren, stand im Mittelpunkt das Lied selbst, das prämiert wurde. Damit sollte die Komposition von altersgerechten Kompositionen angespornt werden. Das Format ist derart erfolgreich, dass es heute noch seinen Sendeplatz hat.

Das Markenzeichen von Zurlì aber war bei diesen Gelegenheiten sein Sidekick, die sprechende Maus Topo Gigio. Im selben Jahr wie der Wettbewerb erfunden, war der lustigen Puppe Humor, Schlagfertigkeit und Lausbubenhaftigkeit eingegeben. Muttern sagte mir einmal, ich hätte mich am Boden gewälzt vor Lachen, wenn das Duo auftrat.

Als er das letzte Mal nach seinem Alter gefragt wurde, hat Cino geantwortet: „Ich feiere nicht mehr die Jahre, nur noch die Monate. Ich bin wie der Fischer aus Genua, der mir einmal sagte: ‚Jahre habe ich keine mehr, die sind mir ausgegangen'“. In seinem 1.077. Monat ist der Zauberer gestorben.

 

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